Piraten fordern freie Handy-Lademöglichkeiten

Die Piraten des Kreisverbandes Groß-Gerau trafen sich am 28. Januar zum Kreisparteitag im Groß-Gerauer Kulturcafé. Zum Schatzmeister wurde Marco Holz aus Erfelden wiedergewählt. Politischer Geschäftsführer wurde Felix Hild aus Klein-Rohrheim, Vorsitzender Gernot Köpke aus Biebesheim. Kassenprüfer wurden Kreistagsabgeordneter Chris Greb aus Bischofsheim, Stadtverordneter Christian Hufgard aus Kelsterbach und Tim Borowski aus Gernsheim.
Nach kleinen Satzungskorrekturen wurde das Parteiprogramm geschärft. So sollen die Folgen des Klimawandels für den Kreis abgeschätzt werden, um daraus resultierendem Handlungsbedarf präventiv nachzugehen bevor beispielsweise Starkregen-Ereignisse Keller fluten. Des weiteren sollen öffentliche Einrichtungen freie Handylademöglichkeiten für alle ermöglichen – insbesondere dort, wo es längere Wartezeiten gibt. Auch möchte man stärker innovative Lehrmittel in der Schule verortet sehen, etwa 3D-Drucker oder Computer- und Freifunk-Selbstbaumodule. Lehrschwimmbecken sollen erhalten bleiben und Schwimmlern-Angebotslücken (Raum Gernsheim) geschlossen werden. Außerdem sollen Kreis-Volkshochschul-Bildungsangebote vermehrt aufgezeichnet und zukünftig in Medien wie You-Tube, Regional-Radio und -Fernsehen präsentiert werden.
„Die Zusammenarbeit in der Fraktion mit der Linken/Offenen Liste und der Kreis-Koalition gestalten sich positiv,“ so Kreistagsabgeordneter Greb. „Wir konnten Linke, Grüne und SPD beispielsweise für die Freifunk-Idee gewinnen und es wurden erste Schritte hin zu einem fahrscheinlosen ÖPNV und zu einer Informationsfreiheitssatzung unternommen, die dem Bürger mehr Auskunftsrechte zu öffentlichen Angelegenheiten geben soll.“
Vorsitzender Köpke verwies auch auf die Homepage ‚openantrag.de‘, wo Bürger eigene Ideen, Kritik und Anregungen ggf. bis in den Kreistag tragen können. Zuletzt machten dort Einlassungen zu einer überflüssigen Links-Abbiegespur mit neuer Ampel zu einem einsamen Acker bei der Bruchmühle zwischen Gernsheim, Biebesheim und Pfungstadt-Hahn von sich reden. „Ich habe den steuergeldverschwendenden Schildbürgerstreich neulich an ‚Extra 3 – Irrsinn der Woche‘ geschickt“, so Köpke augenzwinkernd.

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