Straßen-Nomen est omen

(Kelsterbach) In der letzten Sitzung des Kelsterbacher Stadtparlaments erläuterte Bürgermeister Manfred Ockel den Hintergrund der Bennung einer Straße. Die Fujiallee, so führte er aus, werde nach dem heiligen Berg Japans, dem Fuji, benannt und nicht nach der Firma Fuji Machine MFG Europa GmbH, die bald nach Kelsterbach ziehen wird. Der Kelsterbacher Piraten Christian Hufgard, Vorsitzender der Piratenpartei im Kreis, freut sich über so viel kulturelle Sensibilität und schlägt die Umbennenung einer weiteren Straße nach einem heiligen Berg vor. Die Südliche Ringstraße soll, ginge es nach dem Willen Hufgards, in „Am Tempelberg“ umbenannt werden.

„Es wäre schade, würde es nur eine einzige Straße in Kelsterbach geben, die nach einem heiligen Berg benannt ist. Um so mehr wenn es einer ist, der nur sehr wenigen Kelsterbachern heilig ist. Der Tempelberg hingegen wird von gleich drei großen Weltreligionen verehrt, die in Kelsterbach stark vertreten sind“, erklärt Hufgard. Juden, Christen und Muslime verbinden den Tempelberg mit vielen bedeutenden Ereignissen in ihren religiösen Überlieferungen.

Ausserdem, so führt er weiter aus, würde der Name gut zur „Klagemauer“ passen, wie die Lärmschutzwand entlang der Neubaugebietes Länger Weg im Volksmund genannt wird. Bei dem Bauprojekt waren, wie dies in Kelsterbach oft passiert, die geplanten Baukosten massiv überschritten worden, was zu lautstarken Protesten der Anwohner geführt hat, die diese Mehrkosten tragen müssen.


Schreibe einen Kommentar

Hinweis: Kommentare geben nur die persönliche Meinung desjenigen wieder, der sie schrieb. Durch die Bereitstellung der Kommentarfunktion machen sich die Betreiber dieser Website die Kommentare nicht zu eigen und müssen daher nicht derselben Meinung sein.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *