Freifunk-Idee zündet auch in Bischofsheim

Die Piratenpartei Kreisverband Groß-Gerau lud für den 14. März zu einer sogenannten „Crypto- und Freifunk-Party“ in die Bischofsheimer Ratsstube. Auch Landrat Will und Bürgermeisterkandidatin Steinbach (2.v.links,vorne) waren gekommen, um sich über die Tücken des Internets schlau zu machen und ein besseres Verständnis für die Idee des Freifunkes zu entwickeln. Das Foto mit dem „Rest“ der Anwesenden entstand nach der Veranstaltung. Gestartet wurde mit praktisch anwendbaren Grundlagen der IT-Sicherheit und Tipps, wie man sich besser vor dem sogenannten Phishing schützen und mit einem Passwort-Manager und einem ’starken Passwort‘ einen deutlich höheren Sicherheitsstandard erreichen kann. So helfe schon der Blick auf den sogenannten ‚Wer-Bereich‘ einer ‚Internet-Adresse‘, manchen Betrüger zu entlarven. Entscheidend für eine Adresse sei hierbei der Text direkt vor dem Schrägstrich (Slash genannt), nicht das, was weiter vorne stehe. So könne eine Adresse etwa lauten: „https://HierStehtEineBekannteFirma.com.AberEigentlichVerarschenWirDich.Betrügerlink.de/„. Entscheidend sei nur das letzte Wort sowie die länderspezifische Kennung, in diesem Beispiel also Betrügerlink.de/. Was davor stehe, sei völlig egal. Viele Nutzer achteten aber nur auf den Anfang der Internet-Adresse, wo z.B. piraten-gg.de stehen könne, obwohl es gar nichts mit dieser Partei zu tun habe.
„Beim Thema Freifunk ist der Funke schnell übergeschlagen“, freut sich Pirat und Freifunker Marco Holz (links). „Ein Mitmach-Netz, dass von der Beteiligung ehrenamtlich aktiver lebt, ist auch für die Kommune viel günstiger als eine kommerzielle Lösung. Hinzu kommt der Bildungsaspekt von Freifunk. Interessierte, die in regionalen Communities tiefer in die Materie einsteigen, können viel über die Funktionsweise des Internets lernen und auch gleich in die Praxis umsetzen.“ Der Bischofsheimer Pirat Christian Greb, der einen der beiden ersten Freifunk-Knoten im Ort betreibt (2.v.r.), ergänzt: „Ein erster Anstoß, eine kleine Freifunk-Gruppe in Bischofsheim zusammen zu bekommen, ist getan. Rechtliche Bedenken konnten ausgeräumt werden und die Idee eines Gemeinschaftsnetzes, das durch die Kommune befördert wird, zündete. Den Anfang mit einer weiten Richtfunkstrecke machen könnte beispielsweise die Schulstraße, wenn sich eine kleine Gruppe etwas technikafinerer Menschen findet. Aber mitmachen kann letztlich jeder – auch ganz ohne Fachwissen. Aufwand und Kosten sind minimal. Einfach mal bei https://www.wiesbaden.freifunk.net/ reinschauen“, so der Kreistagsabgeordnete.

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