Bürgermeisterwahl Gernsheim: PIRATEN bitten trotz fehlendem Gegenkandidaten zur Teilnahme

Fischerfest, von Assenmacher (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons
Die Piratenpartei Kreisverband Groß-Gerau bittet alle Gernsheimer Wahlberechtigten als gute Demokraten und aus Bürgerpflicht am Sonntag zur Bürgermeisterwahl zu gehen, auch wenn es nur einen Kandidaten gibt: „Verfehlt Burger die absolute Mehrheit, wird automatisch ein zweiter Wahlgang notwendig – mit allen dabei auftretenden Unkosten. Ziel der 1992 eingeführten, begrüßenswerten Direktwahl ist es eigentlich, den Bürgern mehr Entscheidungen in der Politik zu ermöglichen. Dass sich nun kein weiterer Kandidat fand, ist bedauerlich“, so der Politische Geschäftsführer Gernot Köpke aus Biebesheim.
Zum Solowahlkampf meint Köpke darüber hinaus: „Wir haben etliche interessante Ideen für Gernsheim und bauen dabei auf die Kraft guter Argumente.“ Dass ein Hallenbad finanziell schwerlich ohne Pfungstadt zu realisieren sei, liege auf der Hand. Man solle bei der Standortsuche aber auch Richtung Biebesheim und der Sondermüll-Verbrennungsanlage HIM schauen, deren Abwärme die laufenden Kosten deutlich senken könnte. Der Ausbau des Freifunkes könne auch in Gernsheim stärker vorangetrieben werden. Selbstverständlich sind beim Aufbau eines solchen Gemeinschaftsnetzes nicht nur die Kommune, sondern auch die Einwohner Gernsheims gefragt. Nicht nur die Innenstadt, wo bereits ein kleines Freifunk-Netz entstanden ist, sondern auch die Hafenspitze könne hier interessant sein. „Dort warten viele auf das Übersetzen der Fähre und würden sich sicherlich über freies WLAN freuen. Sogar während des Übersetzens kann dies durch eine Richtfunkstrecke mit nur geringem finanziellen Aufwand ermöglicht werden“, so Pirat und Freifunker Marco Holz aus Erfelden.
Auch die Straßenanbindung der Fähre ließe sich verbessern, insbesondere zum Fischerfest. „Jetzt wo die Brückenreste am Rhein weg sind, lässt sich hier eine Straße zur Überführung zwischen Gernsheim und Klein-Rohrheim realisieren, die sowohl der Feuerwehr als auch dem Roten Kreuz schnellere Angriffs- bzw. Rettungswege eröffnen würde und für das Fest weitere temporäre Ackerland-Parkflächen erbringen könnte“, so Köpke, der schon Ende der 80er als Schulsprecher am Gymnasium eine Abwärmenutzung der HIM vorschlug, um das Gernsheimer Hallenbad zu retten. „Auch die Idee eines kostengünstigen Radweges nach Biebesheim entlang des Versorgungsweg der Bahnstrecke wurde damals mit fadenscheinger Begründung abgelehnt: Der Bau sei zu teuer, hieß es, da man aus Sicherheitsgründen Straßenlichter installieren müsse. Nur komisch, dass es in anderen Kommunen auch ohne Beleuchtung geht“, so Köpke, der die halbherzige Trassierung entlang der alten B44 als unnötig gefährlich einschätzt.

Schreibe einen Kommentar

Hinweis: Kommentare geben nur die persönliche Meinung desjenigen wieder, der sie schrieb. Durch die Bereitstellung der Kommentarfunktion machen sich die Betreiber dieser Website die Kommentare nicht zu eigen und müssen daher nicht derselben Meinung sein.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *