Marco Holz zu freier Netzinfrastruktur und privater Kommunikation – Platz 14 der Piraten zur Kreistagswahl 2016

1994 in Darmstadt geboren, wohne ich seitdem in Riedstadt. Mein Abitur erlangte ich 2013 am Gymnasium Gernsheim und begann anschließend mein Informatik-Studium an der Technischen Universität Darmstadt. Nachdem ich bereits einige Jahre interessiert die aktuellen Geschehnisse in der Politik verfolgt hatte, entschied ich mich im Sommer 2015 dazu, selbst aktiv zu werden. Die Wahl fiel dabei auf die Piratenpartei. Besonders die Forderungen nach mehr Bürgerbeteiligung, gesellschaftlicher Teilhabe und Transparenz in der Politik sagten mir zu.

In etwa zeitgleich zu meinem Beitritt zur Piratenpartei begann ich mich bei Freifunk Darmstadt zu beteiligen. Freifunk ist eine nicht-kommerzielle Initiative für freie Funknetzwerke, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine krisensichere, gemeinschaftlich betriebene Netzwerk-Infrastruktur aufzubauen. Das tolle dabei: Jeder kann mitmachen und seinen eigenen Freifunk-Router aufstellen, über den er dann freien Zugang zum Netz anbieten kann, ohne in rechtliche Schwierigkeiten zu kommen. Einzelne Router verbinden sich dabei zu einem sogenannten Mesh-Netz, über das auch im Krisenfall ohne Zugang zum Internet weiter kommuniziert werden kann. Im Rahmen meiner Aktivitäten bei Freifunk Darmstadt habe ich bereits an der Vernetzung von mehreren Unterkünften für Geflüchtete im Kreis Groß-Gerau und auch in Darmstadt mitgewirkt. Unter dem Motto "Freies WLAN für alle" fordern auch die Piraten einen freien, unzensierten Zugang zum Netz, z.B. beim Einkauf in der Innenstadt.

Ein weiteres Anliegen ist mir die Förderung von freier Software. Mit der zunehmenden Vernetzung in unserem Alltag und der unkontrollierten Überwachung, der wir Tag für Tag ausgesetzt sind, ist es nötig, Anwendungen zu entwickeln, denen wir vertrauen können. Dieses Vertrauen kann nur hergestellt werden, wenn sich jeder, der die nötige Expertise mitbringt, selbst ein Bild von der eingesetzten Software verschaffen kann. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass geschlossene Systeme großer Internetkonzerne, bei denen niemand nachvollziehen kann, ob eventuell Hintertüren existieren, keinen Schutz vor staatlichen und privatwirtschaftlichen Interessen bieten können. Meine private Kommunikation ist für meine Freunde und Bekannte bestimmt – niemand hat das Recht, Gespräche mit meiner Familie, meinem Arzt oder einem Anwalt mitzuschneiden oder automatisiert auszuwerten. Das Briefgeheimnis muss uneingeschränkt auch für digitale Kommunikation gelten, egal ob E-Mail, Telefongespräche oder Chatverläufe.


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